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Ausgabe vom · Aarschlucht-Region

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Ressort

Interviews

Gespräche mit Wettkampfleitung, Trainerinnen und Veranstaltern. Fünf Interviews, geführt vor dem Start der Herbstrunden und der Schlussphase der Bahnliga.

Schwimmen

Christa Vonlanthen
Wettkampfleiterin des Seebecken-Schwimmcups

Vor der dritten Etappe am 26. August im Seebad Seeblick

Sprungbrett über einem Schwimmbecken
Das Sprungbrett im Seebad Seeblick, Austragungsort der dritten Etappe.

«Wir zählen Plätze, damit niemand gegen die Uhr allein antritt»

«Eine Zeit sagt bei uns wenig. Das Becken liegt am See, an windigen Tagen schwimmt die ganze Bahn zwei Sekunden langsamer. Plätze sind fairer.»

Christa Vonlanthen, Wettkampfleiterin des Seebecken-Schwimmcups

Frau Vonlanthen, die dritte Etappe ist die vorletzte. Wie voll sind die Meldelisten? — «Voller als im Juli. Wir haben in allen sechs Bahnen Vorläufe angesetzt, das war zu Serienbeginn nicht so.»

Zwei neue Kampfrichterinnen arbeiten ab dieser Etappe an der Wendekontrolle. «Das ist der Unterschied zwischen einem Wettkampf und einem Training», sagt Vonlanthen. «Erst wenn jede Bahn dauerhaft besetzt ist, können wir ein Resultat ohne Vorbehalt freigeben.»

Aufgezeichnet von Nadine Stucki ·

Volleyball

Marlis Zbinden
Spielleiterin der Seeblick-Volleyballrunde

Vor dem ersten Spieltag am 30. August

«Nach dem ersten Nachmittag steht eine Rangliste, die nichts bedeutet»

«Vier Partien ergeben eine Reihenfolge, mehr nicht. Ich sage das jedes Jahr, und jedes Jahr steht sie am Abend in den Klubchats.»

Marlis Zbinden, Spielleiterin der Seeblick-Volleyballrunde

Acht Teams, eine einfache Runde, sieben Spieltage: Warum kein Rückspiel? — «Weil wir auf Aussenfeldern spielen. Ab Oktober ist der Sand kalt, und in der Halle hätten wir keine Termine.»

Zwei Anlagen wurden im Juli neu abgesteckt, die Netzhöhe hat die Rundenleitung nachgemessen. «Das klingt nach Kleinkram», sagt Zbinden, «aber ein falsch gespanntes Netz kostet uns hinterher einen ganzen Abend Diskussion.»

Aufgezeichnet von Ueli Hafner ·

Leichtathletik

Katrin Oberholzer
Trainerin des LC Talwald

Nach der Niederlage von 399:466 gegen den SC Steinegg

«Zwei Punkte sind kein Vorsprung, sondern nur eine Reihenfolge»

«Wir haben in Steinegg zwei Disziplinen ohne dritte Meldung bestritten. Das kostet in dieser Liga sofort dreissig bis vierzig Wertungspunkte.»

Katrin Oberholzer, Trainerin des LC Talwald

Der LC Talwald hat die höchste Wertungspunktsumme der Liga und liegt trotzdem zwei Punkte hinter dem TSV Grünau. Wie ordnen Sie das ein? — «Als Warnung. Wir gewinnen deutlich und verlieren deutlich, das ist keine Meistersaison.»

Am 29. August trifft Talwald auf die LG Hochmatt, die in Seeblick 459:427 gewonnen hat. «Wir melden diesmal in jeder Disziplin drei Leute», sagt Oberholzer. «Auch wenn die dritte Meldung nur Punkte einsammelt, die niemand sieht.»

Aufgezeichnet von Rahel Brunnschweiler ·

Boxen

Heinz Aebi
Leiter der Steinegg-Boxabende

Vor dem ersten Abend am 5. September in der Turnhalle Steinegg

Abgenutzte helle Boxhandschuhe auf rotem Stoff
Handschuhe aus dem Bestand der Boxstaffel Steinegg vor dem ersten Abend.

«Ein Abend soll ein Abend bleiben, keine Etappe»

«Sobald wir eine Serientabelle führen, boxen die Leute gegen eine Rangliste. Ich möchte, dass sie gegen ihr Gegenüber antreten.»

Heinz Aebi, Leiter der Steinegg-Boxabende

Fünf Staffeln aus Steinegg, Talwald, Grünau, Nussbach und Moosburg melden für die Serie. Warum drei Abende statt eines Turniers? — «Weil eine Halle mit einem Ring nicht mehr hergibt. Drei Abende, drei Gewichtsgruppen, das geht auf.»

Neu beginnt jeder Abend mit einem Nachwuchsblock um 17 Uhr, getrennt gewertet. «Die Jungen sollen vor vollen Rängen antreten, nicht davor oder danach», sagt Aebi.

Aufgezeichnet von Fabian Grünenfelder ·

Tischtennis

Robert Iten
Rundenleiter in Nussbach

Vor dem Auftakt der Nussbach-Tischtennisrunde am 8. September

«Acht Tische bedeuten, dass niemand mehr wartet»

«Früher standen zwei Partien im Gang und schauten zu. Das ist kein Sport, das ist Warteschlange.»

Robert Iten, Rundenleiter in Nussbach

Die Mehrzweckhalle wurde neu eingeteilt: acht statt sechs Tische, die Zuschauerbank rückt zwei Meter zurück. Reicht der Platz? — «Knapp. Wir haben es im Juli mit Kreide ausgelegt und zweimal umgestellt.»

Eine Begegnung besteht aus sechs Einzeln und einem Doppel und dauert damit rund zwei Stunden. «Mit acht Tischen sind alle vier Begegnungen eines Spieltags gleichzeitig fertig», sagt Iten. «Das ist der ganze Trick.»

Aufgezeichnet von Nadine Stucki ·

Alle Gespräche wurden zwischen dem 21. und dem 25. August 2026 geführt und von den Gesprächspartnerinnen und -partnern autorisiert. Zitate geben wir gekürzt, aber nicht sinnentstellend wieder.

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